Königlich Privilegierter Schützenverein Augsburg - gegr. 1430 Stadionstraße 5, 86159 Augsburg, Tel.: +49 821 4534588
Königlich Privilegierter Schützenverein Augsburg - gegr. 1430Stadionstraße 5, 86159 Augsburg, Tel.: +49 821 4534588

Historie

575 Jahre
Augsburger

Schützengeschichte

Augsburgs ältester Verein feierte im Jahr 2005 sein 575jähriges Jubiläum 

 

 

anno domini 1320
die Anfänge

anno domini 1323 
eine Zielstätte

 


anno domini 1353
erstes Pulver

 

anno domini 1368
die Zunftrevolution

 

 

 


anno domini 1370
Schießen


anno domini 1402
Kaiser Rupprecht
 

 

 


anno domini 1424 
Preisgeschenke

 

 
anno domini 1425
Schützenfest 

anno domini 1430
Veranstaltungen 

anno domini 1470
Stahlschießen

 


anno domini 1430
Büchsenschießen



 

 


attraktive Preise
 

 

 


sportliche

Konkurrenzen



 

 

 

 

 

 


anno domini 1509
ein Achtel des Gesamtetats der Stadt Augsburg


 


Sport- und Volksfeste
 

 

 

 

die religiösen Zwiste
der Dreißigjährige

Krieg
 

 
Tradition lebt fort
  

 


anno domini 1868
das königliche Privileg
 

   Die Anfänge des Augsburger Schützenwesens reichen zurück

bis in das Jahr 1320. Es liegt begründet in der Notwendigkeit,

die Verteidigungskraft der Stadt durch eine bewaffnete, gut

ausgebildete Bürgerwehr zu sichern. Im Jahre 1323 sind

Ausgaben für eine Zielstätte erwähnt, die wahrscheinlich am

Schießgraben vor dem Gögginger Tor lag und die als

Austragungsstätte für spätere große Schützentreffen dienen

sollte. Seit 1353 ist uns die erste Herstellung von Pulver in

Augsburg durch den reichen Bürger Typsiles bekannt, der

diese Kunst, so vermutet man, aus Byzanz mitbrachte.

Im Jahre 1368, dem Jahr der Augsburger Zunftrevolution,

bewies sich die Notwendigkeit einer wehrhaften Bürgerschaft.

Von da an beginnen die Nachrichten über das Augsburger

Schießwesen.


   Das erste bekannte Schießen fand 1370 statt. Ein weiteres

folgte 1392. Ab diesem Zeitpunkt herrschte reges Schützentreiben

in Augsburg. Anläßlich der Rückkehr Kaiser Rupprechts aus

Italien veranstaltete dessen Gefolge 1402 ein Schießen. Schon im

kommenden Jahr lud die Reichsstadt zu einem Schützenfest ein,

an dem Schützen aus Schwaben und Bayern teilnahmen. Mit

Unterstützung der Stadt war es den Augsburger Schützen

möglich, Einladungen zu auswärtigen Veranstaltungen zu folgen.


   1424 ist erstmals der Kauf von Preisgeschenken in Form von

Hosen ("Hosengeld", "Hosenvorteil") in den Stadtrechnungen

erwähnt.

   In den folgenden Jahrzehnten nahmen die Schützenfeste immer

größere Ausmaße an. Waren bei dem Schießen am 19. August

1425 noch 130 Teilnehmer zu verzeichnen, so erhöhte sich die

Zahl in einer Reihe von folgenden Veranstaltungen 1430, 1440,

1444 bis zum Augsburger Stahlschießen im Jahre 1470, an dem

auch die Herzöge Christoph und Wolfgang von Bayern beteiligt

waren, auf 466 Wettkämpfer.


   Das Schießen in der Rosenau 1430 war erstmals ein

Büchsenschießen auf Scheiben. Gleichzeitig ist dies auch das

Gründungsjahr des heutigen Königlich Privilegierten

Schützenvereins Augsburg, der heute noch Eigentümer dieses

geschichtsträchtigen Geländes ist und nach alter Tradition,

aber mit neuem Gerät den Schießsport ausübt.


   Die Preise wurden bei den Schießen im Laufe der Zeit immer

attraktiver. Die anfänglich gegebenen Hosen und  Tücher

wurden von Pferden, Ochsen, Scheuern (Pokale) und silbernen

Kleinoden abgelöst.


   Nach und nach stand während der Veranstaltungen nicht

nur das Schießen im Mittelpunkt. Auch andere sportliche

Konkurrenzen wie Pferderennen, Durchlaufen einer Bahn

von 350 Schritten, Weitsprung, Stoßen eines Steines von

45 Pfund, Springen auf gleichen Füßen, Fecht- und

Ringkämpfe, Lanzenstechen und Kegeln wurden in das

Programm aufgenommen. Wie gut die Veranstaltungen mit

Preisen ausgestattet waren, kann man daraus ersehen, daß

allein 21 Goldschmiedemeister mit der Herstellung der

Trophäen betraut waren.

   Die Ausgaben der Stadt für das Schießen

                 "Freud und Kurzweil" im  Jahre 1509

waren beträchtlich und betrugen 7017 Gulden, 2862 Pfund,

10 Schillinge und 4 Heller, mehr als ein Achtel des 

Gesamtetats der Stadt Augsburg (heute etwa 50 Mio. EURO).


   Im Verlauf von etwa 140 Jahren hatten sich diese Schießen

zu glanzvollen Sport- und Volksfesten entwickelt. Teilnehmer

aus vielen Städten Mitteleuropas folgten den Einladungen,

um sich im sportlichen Wettkampf um die wertvollen Preise

zu messen.


   Durch die religiösen Zwiste am Ende des 16. Jahrhunderts,

vor allem aber durch den Dreißigjährigen Krieg, wurden diese

vom Rat so reichlich geförderten glänzenden Festschießen mit

ihren sportlichen Wettkämpfen beendet.


   Ein Teil der fast vergangenen Tradition lebt heute noch auf

dem historischen Gelände auf der Rosenau, den Anlagen des

Königlich Privilegierten Schützenvereins Augsburg.

 

   Die Statuten von 1862 wurden durch die Annahme der

Allgemeinen Bayerischen Schützenordnung 1868 ersetzt.

Hierdurch verschaffte sich der Verein das Königliche Privileg

und die Rechtsfähigkeit.

 

 

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